Prepaid ist schwer im Kommen
Der Trend zur Prepaid Karte ist dank der zahlreichen Anbieter und Tarife mit günstigen Angeboten weiter ungebrochen. Denn neben den etablierten Netzbetreibern Telekom, Vodafone, O2 und E Plus werben seit einigen Jahren auch Mobilfunk-Discounter, inzwischen sogar die großen Einzelhändler der Republik, um Telefonkunden.
Auch das mobile Internet erlebt dank der zahlreichen Angebote einen wahren Boom. Der Prepaid Internet-Stick wird einfach auf dem Laptop installiert, und schon kann der Kunde grenzenlos und inzwischen auch fast überall mobil surfen. Auf den ersten Blick erscheint die Variante mit der Guthabenkarte zum Surfen noch um einiges einleuchtender als im klassischen Mobilfunk-Bereich. Denn die wenigsten Kunden sind so oft unterwegs auf die Nutzung des Internets angewiesen, dass sich ein Stick mit Vertrag für sie rechnen würde. Denn die Tarife für Prepaid Internet-Sticks bieten interessante Alternativen wie eine Tagesflat, eine monatliche Flatrate oder ein Tarif, der beispielsweise für sieben Tage gilt. Das ist eine ideale Lösung für Berufspendler, welche ihre Fahrzeit in öffentlichen Verkehrsmitteln sinnvoll nutzen wollen, für den normalen Nutzer, wenn er mal keinen regulären Zugriff aufs Internet hat, aber dringend seine Mails abrufen muss oder für Urlauber, die während der freien Zeit nicht komplett auf ihre sozialen Netzwerke verzichten wollen.
Den Prepaid Internet-Stick gibt es übrigens in der Regel sogar ohne die lästige Simlock Sperre. Das bedeutet: Es können auch die Karten anderer Anbieter eingesetzt werden. Im Prepaid Vergleich haben sich momentan die Angebote folgender Anbieter als Testsieger durchgesetzt: Die Klarmobil Surfsticks bieten die mobile Internet-Flatrate ab 9,95 Euro mit einer Geschwindigkeit bei der Datenübertragung von bis zu 7,2 Megabite pro Sekunde. Den Surfstick gibt es gratis dazu. Mit dem RTL Surfstick kostet das Surfen im Netz von Vodafone pro 90 Minuten ab 99 Cent. Der mobile Internet-Zugang kostet für sieben Tage 8,99 Euro.
Fonic bietet als aktuelle Aktion die Simkarte mit einem Gratis-Bonus von zehn Euro inklusive Surfstick. Für Vielsurfer ist eine Kostenbremse eingebaut: Sie zahlen hier dann maximal fünfundzwanzig Euro pro Monat, egal, wie viel sie surfen. Selbst bei nur drei Anbietern sieht der Tarif also komplett anders aus. Gänzlich unübersichtlich wird der Tarifdschungel, wenn man die weiteren Spieler im Mobilfunk-Konzert in die eigene Kalkulation mit einbezieht. Den Prepaid Internet-Stick gibt es nämlich auch von Bildmobil, Vodafone, T-Mobile, blau.de, und Congstar. Sie unterscheiden sich nicht nur in den Verbindungspreisen. Diei Tagesflatrate gibt es in einer Preisspanne von 2,49 Euro bis 4,95 Euro, die monatliche Flatrate – sofern sie angeboten wird, kostet zwischen 9,95 Euro und 25 Euro, und dazwischen gibt es bei einigen auch weitere Angebote, etwa zwölfstündiges Surfen für 1,99, 120 Minuten für 2,95 Euro oder 30 Tage für 19,99 Euro, allerdings ohne monatliche Flatrate. Für die Entscheidung des Surfers dürften aber auch die Punkte Geschwindigkeit (von 384 Kilobyte pro Sekunde bis 7,2 Megabite pro Sekunde) und die Drosselung auf einen Datenverkehr (von 500 Megabite pro Tag bis ein Gigabite pro Session) wichtig sein. Wer grenzenlos mobil im Internet sein möchte, muss also ebenso wie der Telefonkunde einige Faktoren in seine Rechnung einbeziehen, um wirklich das beste Angebot auf dem Markt für sich zu finden.
